Betreuung

Insgesamt bietet das Vincenz-Haus Platz für 20 junge Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in der Gruppe „Hafen“ und der Gruppe „Kompass“ finden.

Ergänzt wird das Angebot der Jugendhilfeeinrichtung durch die Außenwohngruppe „Vincenzhof“.

Ein multiprofessionelles Team nimmt die aktuelle Lebenssituation jedes Einzelnen umfassend in den Blick. Gemeinsam mit dem Bewohner, dem Jugendamt und den MitarbeiterInnen der Jugendhilfe werden Zukunftsperspektiven entwickelt, die den jungen Menschen den Weg für ein Leben in Eigenständigkeit und Verantwortlichkeit ebnet.

Gruppe Hafen


In der Gruppe „Hafen“ leben die neu aufgenommenen und die jüngeren Bewohner, die voraussichtlich noch einige Zeit in der Jugendhilfe verweilen werden. Hier können sie zur Ruhe kommen, sich mit ihrer aktuellen Lebenssituation auseinandersetzen, ihre Probleme und Ressourcen bewerten und gemeinsam mit dem/r Bezugspädagogen/in Lösungsstrategien entwickeln.

Schwerpunkte der pädagogischen Angebote sind:

  • individuelle Begleitung, festgelegt durch die Hilfepläne
  • Hilfe bei der Persönlichkeitsentwicklung
  • Anfänge eines Verselbstständigungstrainings
  • Starterprogramm und Lernzeit
  • Unterstützung unbegleiteter Ausländer in Asylfragen
  • Gruppen- und erlebnispädagogische Angebote/ Gruppenabende/ Ferienfreizeiten

Die Aufenthaltsdauer in der Gruppe „Hafen“ ist dabei abhängig vom individuellen Entwicklungsstand und wird in den Hilfeplangesprächen festgelegt. Hat der Bewohner seine Ziele in der Gruppe „Hafen“ erreicht, so kann er seine Entwicklung in der Gruppe „Kompass“ fortsetzen.

Die Gruppe „Hafen“ befindet sich im ersten Stock des Vincenz-Hauses und verfügt über zehn Einzelzimmer für die jeweiligen Bewohner, ein Wohnzimmer, eine voll ausgestattete Küche und ausreichend sanitäre Einrichtungen auf dem Flur, sodass ein eigenständiges Gruppenleben stattfinden kann. Die Mahlzeiten werden mit den Bewohnern der Gruppe „Kompass“ in der gemeinschaftlichen Bewohnerküche eingenommen.

Anker Symbol

Gruppe Kompass

Kompass Symbol


In der Gruppe „Kompass“ wird Aufbauarbeit geleistet, und der Fokus liegt in der umfassenden Verselbstständigung. Hierbei greift das Konzept „Weg in die Eigenständigkeit“ mit dem Ziel, den „Führerschein fürs Leben“ zu erlangen.

Bei den Bewohnern der Gruppe „Kompass“ steht die Partizipation der jungen Menschen im Mittelpunkt der Arbeit. Dabei werden die Bewohner Schritt für Schritt auf eine eigenständige Lebensführung vorbereitet, sodass sie mehr und mehr Verantwortung für sich und die Gestaltung ihres Alltags übernehmen können.

Schwerpunkte der Pädagogischen Angebote sind:

  • Vermittlung lebenspraktischer Kenntnisse
  • Entwicklung schulischer und beruflicher Perspektiven
  • Förderung der personalen, relationalen und strukturellen Ressourcen
  • Begleitung im Prozess der Entwicklung zu einem selbstständigen und hanflungsfähigen Mitglied der Gesellschaft
  • Vorbereitung auf eine autonome und eigenverantwortliche Lebensführung

Die Aufenthaltsdauer in der Gruppe „Kompass“ ist abhängig vom Fortschritt der Persönlichkeitsentwicklung und Kompetenzerweiterung in Bezug auf die Eigenständigkeit.

Im Hilfeplangespräch wird festgelegt, ob der junge Mensch im Anschluss Bewohner der Außenwohngruppe wird oder in eine eigene Wohnung entlassen wird.

Die Räumlichkeiten der Gruppe „Kompass“ umfasst ein größeres Raumangebot, welches auf zwei Etagen verteilt ist und seinen zehn Bewohnern ausreichend Platz bietet. So verfügt auch die Gruppe Kompass über ein großes Wohnzimmer mit integrierter Teeküche, Gruppenräume, Büro und ausreichende sanitäre Anlagen.