Das Vincenz-Haus

 
Informationen

Das Vincenz-Haus ist eine Einrichtung der Jugendhilfe, das insgesamt 23 männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen betreutes Wohnen in unterschiedlichen Wohnformen anbietet, und sie auf ihrem Weg zur einer eigenständigen Lebensführung sozialpädagogisch begleitet und unterstützt. Neben dem Vincenz-Haus verfügte die Jugendwohngemeinschaft vom 01.09.2004 bis zum 31.03.2009 über die Außenwohngruppe Villa St. Vincenz.
Seit dem 01.04.2009 verfügt die Jugendwohngemeinschaft über die neue Außenwohngruppe Vincenzhof mit insgesamt 3 Plätzen in der Strothe 6, 33178 Borchen-Etteln.


Der Grossteil der in der Jugendwohngemeinschaft Lebenden setzt sich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammen, für die eine Unterbringung nach §§ 27ff SGB VIII als notwendig angesehen wird. Weiterhin leben zurzeit einige junge Erwachsene im Rahmen des § 54 SGB XII (Eingliederungshilfe), des § 68 SGB XII (Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten) sowie allein stehende minderjährige Asylbewerber nach § 6 SGB VIII bzw. junge Erwachsene nach dem AsylbLG im Vincenz-Haus.

Das multiprofessionelle pädagogische Team setzt sich aus einem Diplom-Heilpädagogen, einem Diplom-Pädagogen, einer Diplom-Sozialarbeiterin, Erzieherinnen und Erziehern sowie einem Heilerziehungspfleger zusammen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und der Hauswirtschaft unterstützen uns in unserer täglichen Arbeit.

Die pädagogische Begleitung und Förderung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Vincenz-Haus gestaltet sich nach dem Bezugserziehersystem.

Lernzeit
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Heutzutage werden die Anforderungen an junge Menschen immer höher und es wird zunehmend schwieriger für Jugendliche, einen Ausbildungsplatz zu finden. Um ihnen die Möglichkeit zu geben, schulisch optimale Leistungen zu erreichen, nehmen alle Schüler des Vincenz- Hauses an einer verbindlichen Lernzeit teil.


Von Montag bis Freitag wird individuell für jeden Schüler ein Konzept erstellt, das bestimmte Förderziele beinhaltet. Für die Lernzeit wird täglich mindestens eine Stunde festgelegt.



Sie bietet den Jugendlichen:

::  Nacharbeiten von schulischen Defiziten
::  Hilfestellung bei Hausaufgaben in den unterschiedlichsten Fächern
::  Vorbereitung auf Klassenarbeiten
::  Vermittlung von Allgemeinwissen
::  Gedankenaustausch über aktuelle, politische und wirtschaftliche Themen

Die Hausaufgabenbetreuung wird von unserem pädagogischen Mitarbeitern betreut. Unterstützung erhalten sie durch einen ehrenamtlich arbeitenden Diplom Pädagogen.

Starter Projekt
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Das Starter Projekt ist eine Maßnahme für die Bewohner der Jugendwohngemeinschaft, die vorübergehend keiner geregelten Beschäftigung nachgehen. In diesem Projekt erleben sie eine verbindliche Tagesstruktur, sie vervollständigen ihre Alltagskompetenzen und erweitern ihre beruflichen Perspektiven.

Ziele: Das Projekt beinhaltet sowohl praktische als auch theoretische Schwerpunkte. Durch die praktischen Elemente tranieren die Projektteilnehmer ihre individuellen Begabungen und Talente und lernen, diese einzuschätzen. Sie erwerben Alltagskompetenzen, die sie für ihr zukünftiges selbständiges Leben einsetzen. Sie werden angeregt, ihre jetzige Lebenssituation zu reflektieren und Ziele für ihre weitere Zukunft zu erarbeiten. Schulische Defizite werdem ansatzweise aufgearbeitet bzw. es werden Strategien entwickelt, wie und wo sie diese noch erwerben können. Gleichzeitig bereiten sich die jungen Männer auf zukünftige berufliche Tätigkeiten vor.

Ort und Zeit:

Das Projekt findet von Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr in den Räumen des Vincenz-Hauses statt. Es wird begleitet von pädagogischen Mitarbeitern und unterstützt von verschiedenen Fachkräften des Vincenz-Hauses, die bei den praktischen Arbeitseinsätzen Anleiterfunktion wahrnehmen.

Freizeitgestaltung
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Aktive Freizeitgestaltung hat in der Jugendwohngemeinschaft Vincenz-Haus einen hohen Stellenwert.

Die Bewohner werden ermutigt und motiviert ihre zur Verfügung stehende Freizeit eigenständig oder in kleinen Gruppen kreativ zu gestalten. Dies können sie sowohl im Haus als auch im Garten und im Außengelände realisieren. Natürlich nehmen sie auch die unterschiedlichsten Angebote in der Stadt Paderborn und in der Umgebung wahr.

"Freie Zeit" beginnt nach der Lernzeit und endet mit der Bettruhe. Wie viel Freizeit der einzelne Bewohner hat und wie er sie nutzt, ist sehr unterschiedlich. Er kann sie eigenständig gestalten oder auch an der organisierten Freizeitgestaltung teilnehmen.

Freizeitangebote im Vincenz-Haus:

Im neu eingerichteten Fitness-Raum können die Bewohner allein und auch mit ihren Mitbewohnern trainieren und sich fit halten. Eher spielerisch geht es im Freizeit-Raum zu. Hier stehen der Kicker, die Tischtennis-Platte, der Billard-Tisch, der Flipper-Automat, die Dart-Scheibe, Spiele jeglicher Art etc. zur Benutzung bereit.

Mehr Ruhe herrscht naturgemäß im Fernseh-Raum. Auch im neu installierten Computer-Raum ist immer nur eine kleine Gruppe aktiv. Besonders Holzarbeiten werden im Bastelkeller angefertigt.

Alle übrigen Gemeinschaftsräume dienen als Treffpunkte und auch hier wird viel Freizeit ganz unterschiedlich verbracht. Das Vincenz-Haus verfügt über einen großen Garten und einen weiträumigen Hof. Nicht nur im Hochsommer kommt hier jeder auf seine Kosten, um die Freizeit draußen zu verbringen.


Freizeitangebote außerhalb des Vincenz-Hauses:

Die Möglichkeit, in Sportvereinen die Freizeit zu verbringen, wird aktiv unterstützt. Oft helfen die Mitarbeiter den richtigen Fußballclub oder Tischtennis-Verein ausfindig zu machen.

Aber auch die Sporthallen in der Umgebung werden regelmäßig von den Bewohnern genutzt. Kinobesuch, Chaten im Internet-Café, Nutzung von Freizeiteinrichtungen etc. gehören natürlich ebenfalls zum Repertoire.

Die organisierten Ferienfreizeiten, die mehrmals im Jahr stattfinden, sind immer schnellstens ausgebucht. Häufig werden Ziele innerhalb Deutschlands angefahren, doch auch das nahe Ausland wird bereist.

Religiösität im Vincenz-Haus
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Beheimatung finden im Leben ist ein wichtiger Bestandteil unserer alltäglichen Arbeit. Gott unseren Vater nennen können und dadurch Sicherheit und Frieden finden. Miteinander auf den Weg zu gehen und dabei wichtige Lebenserfahrungen machen.

Wir leben mit unseren Jugendlichen und jungen Erwachsenen gemeinsam den Alltag und spüren dabei auf sehr unterschiedlichen Ebenen Gottes Nähe und Geleit. Dabei ist der regelmäßige Austausch in Einzel- oder Gruppengesprächen von besonderer Bedeutung.

Nicht zu kurz kommen bei uns die kirchlichen Hochfeste. Wir feiern unser Patronatsfest den Tag des Hl. Vincenz- von Paul. Tiefe Vernetzungen sind mit der Kath. Kirchengemeinde St. Simon und Judas Thadd. aus Etteln entstanden.

In der Ettelner Gemeinde arbeitet Heimleiter Johannes Kurte ehrenamtlich in verschiedenen Gremien mit. Als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates erlebt er entscheidende Weichenstellungen in der Pfarrei mit. Regelmäßig besuchen Bewohner des Vincenz-Hauses Gottesdienste in Etteln, nehmen an Festivitäten teil und übernehmen selbst Verantwortung in der Gemeinde. Turnusgemäße Jugendgottesdienste liegen in der Verantwortung der Jugendwohngemeinschaft. Stefan arbeitet als Lektor mit und Daniel übernimmt Messdienerdienste. Wir wollen miteinander Weggefährten sein.

Chronlogie des Vincenz-Haus
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1990

Am 01.08.1990 ziehen 33 Vietnamesen und 5 junge Männer aus Polen in das ehemalige Kloster Gut Rosenkranz, was nun Jugendwohnheim Vincenz-Haus heißt.

Alle Bewohner wollen möglichst schnell die deutschen Sprache erlernen, deutsche Schulabschlüsse erwerben und die Integration in die deutsche Gesellschaft beginnen oder fortsetzen.

Wohnheimleiter ist Johannes Kurte, Träger der Einrichtung ist das Meinwerk-Institut, Paderborn.

Das Haus hat Platz für 40 Bewohner, für zwei bzw. drei Klassenräume und ein Lehrerzimmer der schulabschlussbezogenen Lehrgänge und für die Beratungsstelle für Ausländer und Flüchtlinge. Die Bewohner leben in fünf kleinen Einzelzimmern, in Doppel- und Dreibettzimmern. Sie hocken eng aufeinander, denn auch Gemeinschaftsräume stehen nur begrenzt zur Verfügung. Doch nutzen sie den großen Garten, den Hof und auch eine benachbarte Grünfläche für unterschiedliche Freizeitaktionen. Die Verpflegung erfolgt durch die Großküche des Meinwerk-Institutes.

Ein Heimfahrtwochenende im Monat ist für alle verbindlich. Da die Bewohner noch enge familiäre Beziehungen haben, fahren viele aber öfter zu ihren Familien.

ab 1995

Das Vincenz-Haus reagiert auf die Aussiedlerströme aus der ehemaligen UDSSR. Vermehrt ziehen spätausgesiedelte männliche Jugendliche und junge Männer aus Russland in die Jugendwohngemeinschaft ein und bilden bald die größte Gruppe. Auch sie besuchen die hausinternen Lehrgänge, die Bonifatius-Förderklassen, die von-Fürstenberg-Realschule, etc.

Die familiären Bindungen sind nicht mehr so stabil, mehr und mehr bleibt das Wohnheim auch an den Wochenenden geöffnet. Einige Bewohner üben selbständiges Wohnen ein. Sie versorgen sich an den Wochenenden eigenständig und auch die pädagogische Betreuung ist dann zeitlich begrenzt.

Die Bewohnerzahlen sind rückläufig, die Integration der spätausgesiedelten jungen Menschen erfolgt fast flächendeckend in deren Wohnorten, die Unterbringung in Wohnheimen ist rückläufig. Die Zusammensetzung der Gruppe ändert sich wieder. Einige Bewohner haben einen erhöhten Betreuungsbedarf, Hilfe zur Erziehung wird für ca. 12 Bewohner gewährt. Doch der Verband In Via Katholische Mädchensozialarbeit, Träger des Meinwerk-Institutes will sich weiterhin schwerpunktmäßig der Mädchenarbeit widmen und das Mietverhältnis wird Ende 1999 beendet.

ab 2000

Das Vincenz-Haus wird eine anerkannte Jugendhilfeeinrichtung. Johannes Kurte übernimmt am 01.01.2001 die Trägerschaft des Vincenz-Hauses.

Das Haus bietet Platz für 23 junge Menschen, d.h. es beheimatet junge Menschen von 15 Jahre bis ca. 22 Jahre, die aus unterschiedlichen Gründen kein Zuhause haben oder nicht in ihrem Zuhause leben können.

Johannes Kurte ist Träger und weiterhin Wohnheimleiter. Er wird unterstützt von einem pädagogischen und hauswirtschaftlichen Team. Natürlich zählen Verwaltung und Hausmeisterei dazu.

Die Bewohner des Hauses leben ausnahmslos in Einzelzimmern und haben verschiedene Gemeinschaftsräume zur Verfügung: Wohnzimmer, Fernsehzimmer, Speiseraum, Freizeiträume, Fitness-Raum, etc. Sie besuchen die am Ort ansässigen Schulen, Maßnahmen zur Berufsvorbereitung, absolvieren Ausbildungen, nehmen an Projekten teil, etc. Sie werden rund um die Uhr betreut, d.h. sie finden immer einen pädagogischen Ansprechpartner.

Die Gruppenzusammensetzung ist sehr bunt gemischt. Asylbewerber aus Afrika oder Palästina leben mit Spätaussiedlern aus Polen oder Russland und mit deutschen Heranwachsenden zusammen. Eine kleine Gruppe junger Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, nutzen das Wohnen um wieder die ersten Schritte in die Eigenständigkeit zu testen.

Jeder Bewohner bringt seine eigene Geschichte mit. Mal erscheint sie sehr offensichtlich, mal bleibt sie gut versteckt. Mit Offenheit, Verständnis, Herzlichkeit, Vertrauen, pädagogischem Geschick usw. tragen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dazu bei, dass die jungen Bewohner das Vincenz-Haus als ihr Zuhause erleben und für ihren Weg in die Selbständigkeit ausreichend gerüstet sind.

2003

Der Ettelner Laden öffnet seine Türen. In Etteln wird ein Einzelhandelsgeschäft für Schreibwaren und Geschenkartikel eingerichtet. Dieser Laden gehört zum Vincenz-Haus. Er hat jeden Nachmittag und am Samstag geöffnet und wird von den Ettelner Bürgern, aber besonders von deren Kindern, gut angenommen. Neben angestellten Mitarbeiterinnen nutzen die Bewohner der Jugendwohngemeinschaft dieses Geschäft als Übungsfeld, um konkrete Berufserfahrungen im Verkauf zu sammeln. Nach entsprechender Einarbeitung können sie manchmal sogar selbständig einige Dienste übernehmen. Entsprechende Unterstützung befindet sich aber immer in Rufbereitschaft.

2004

Das Starter-Projekt wird im Sommer 2004 konzipiert und erprobt. Bewohner, die vorübergehend keiner geregelten Beschäftigung nachgehen, d.h. keine Schule besuchen, keine Maßnahme absolvieren oder sonstige Tätigkeit nachgehen, nehmen an dieser Maßnahme am Vormittag teil. Detaillierte Informationen erhalten Sie hier.

Ab Herbst 2004 gehört die Außenwohngruppe Villa St. Vincenz, zum Jugendwohnheim. In der Paderborner City leben in einer angemieteten Villa drei ehemalige Bewohner des Jugendwohnheims zusammen mit drei Mietern, die ein möglichst konfliktfreies Wohnen anstreben. In einem realen Umfeld können sie nun ihre erworbenen Vorstellungen vom eigenständigen Leben mit allen Rechten und Pflichten umsetzen. Bei gravierenden Schwächen oder Problemen steht kurzzeitig ein pädagogischer Betreuer als Ansprechpartner zur Verfügung. Dass eine Mitarbeiterin mit im Haus wohnt, hat sich sehr bewährt.

2006

Der Ettelner Laden schließt seine Türen. In Etteln machen verschiedene Einzelhandelsgeschäfte zu und auch der Ettelner Laden wirtschaftet nicht mehr rentabel. Schweren Herzens wird der Laden im März 2006 aufgegeben. Die nicht verkauften Waren werden ins Vincenz-Haus gebracht und dort im Wohnzimmer der Jugendwohngemeinschaft als Schatztruhe wieder aufgebaut. Aus einer Idee entwickelt sich das Projekt Glückstreff. Jeden Sonntag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr können Besucher in dieser Schatztruhe nach Herzenslust stöbern und sich in den angrenzenden Räumen bei Vincenz-Haus-Waffeln, Kuchen und Getränken stärken. Verwöhnt und versorgt werden sie von einigen Bewohnern der Jugendwohngemeinschaft, die dadurch die allerersten Erfahrungen in den Berufsfeldern Verkauf und Gastronomie erwerben.

Historisches
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1868 veräußerte die Stadt Paderborn den Ringels- und Seskerbruch an Herrn von Köppen. Herr von Köppen errichtete in jedem Gebiet einen Gutshof. Das Gut von 1868/ 69 im Seskerbruch erhielt den Mädchennamen seiner Frau Gut Rosenkranz. Von Köppen war Großbauunternehmer und hatte u.a. 1852/ 53 die beiden Eisenbahnviadukte an der Strecke Paderborn-Altenbeken gebaut. Der preußische König adelte ihn wegen seiner vaterländischen Verdienste. (aus: Theo Fockele, 1992, Paderborn/ Nordost Geschichtliche Entwicklung)

Nach dem 1. Weltkrieg, im Jahre 1918 erwarben die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vincenz von Paul das Gut Rosenkranz. Der Besitz umfasste 380 Morgen und mit den landwirtschaftlichen Produkten konnte die schlechte Ernährungslage der Kongregation verbessert werden. Die ordenseigenen Häuser in Paderborn und Umgebung bezogen von hier ihre Nahrungsmittel, besonders Milch, Fleisch und Wurstwaren.

Nach dem 2. Weltkrieg diente das Kloster vorübergehend als Lazarett. Verwundete Soldaten, die im Kloster in Neuenbeken medizinisch versorgt worden waren, konnten sich im Gut Rosenkranz erholen. Bis zu 400 Menschen sollen hier von den Schwestern versorgt worden sein.

Bis 1990 lebten Schwester im Kloster Gut Rosenkranz. Im Herbst 1990 verließen die letzten fünf Schwestern schweren Herzens ihr Kloster. Sie waren alle über 80 Jahre alt und konnten das Haus nicht mehr allein bewirtschaften.

Da die Kongregation keine eigene Nutzungsmöglichkeit hatte, wurde das Haus an das Meinwerk-Institut als Jugendwohnheim vermietet. Männliche Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Herren Länder hauchten dem alten Gemäuer wieder Leben ein. Bis zu 40 junge Menschen fanden hier ein vorübergehendes Zuhause.

Das Gut Rosenkranz erhält mit der neuen Nutzung auch einen neuen Namen. Nun ist es das Vincenz-Haus. Obwohl das Vincenz-Haus nun schon mehr als 15 Jahre alt ist, bleibt es für die meisten Paderborner das Gut Rosenkranz, womit sich das Vincenz-Haus aber gut arrangieren kann.

Der Kontakt zu den ehemaligen Bewohnern des Gut Rosenkranz ist bis heute nicht abgerissen. Neben mietrechtlichen Fragen, die mit den Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul zu klären sind, stehen immer aber auch freundschaftliche Beziehungen im Vordergrund. Leider sind die Schwestern, die zuletzt noch im Kloster Gut Rosenkranz gelebt haben, in der Zwischenzeit verstorben, doch sind in den 15 Jahren neue tragfähige Beziehungen gewachsen. Regelmäßige Besuche tragen dazu bei, am Patronatsfest wird der Speiseplan im Vincenz-Haus mit Zugaben aus dem Mutterhaus erweitert und zu Weihnachten erhält jeder Besucher ein nettes Geschenk. Die Anzeichen sehen gut aus, dass diese freundschaftliche Zusammenarbeit hoffentlich noch viele Jahre bestehen bleibt.

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